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Tourismus Santiago

Es gibt viele Gründe, Santiago als Zielort deiner Studienreise zu wählen. Es ist klein: 90.000 Einwohner und zu Fuß sind es 45 Minuten von einem Ende der Stadt zum anderen. Es ist außerdem ruhig und einladend. Es ist gastfreundlich.

Den Einwohnern Compostelas gefällt es, ihre Zeit auf der Straße zu verbringen: einige "Tapas" (Appetithäppchen) zu Mittag, eine Weile in einem der Cafés der Altstadt, auf der Plaza de la Quintana in der Sonne sitzen oder sonntags der städtischen Musikkapelle in der Straße Rúa do Vilar zuhören.

Santiago verfügt über sehr gute Dienstleistungen, da es die Verwaltungshauptstadt Galiciens und Sitz seiner Autonomen Regierung ist. Hier befindet sich eine der ältesten Universitäten Spaniens (35.000 Studenten pro Jahr) und hier endet der Jakobsweg.

Es ist nicht nur ein Zentrum für religiöse Pilgerfahrten. Es ist eine junge und unterhaltsame Stadt: ein Drittel seiner Bevölkerung besteht aus Universitätsstudenten.

Das Kultur- und Freizeitangebot umfasst das ganze Jahr, mit jährlichen Programmgestaltungen im Auditorio de Galicia, in Theatersälen, in Museen und auf den Straßen und in den Plätzen der Stadt. Zu bestimmten Jahreszeiten nimmt dieses Angebot noch zu: Cineuropa im November; Konzerte für jeden Geschmack während der Apostelfeier im Juli und an Christi Himmelfahrt im Mai; Volksfeste in den Straßen der Stadt in der Nacht des Heiligen Johannes (San Juan) im Juni; Tanzfestival unter freiem Himmel im Juni ...

Die Ursprünge der Stadt gehen auf das 10. Jh. zurück. Santiago ist wunderschön und besitzt einen großen historischen und künstlerischen Wert. Es ist, ebenso wie der Jakobsweg, der hierher führt, Weltkulturerbe, und hat eines der größten und am besten erhaltenen Altstadtviertel Spaniens. Es ist von ausgedehnten Parks und Grünzonen umgeben, die einfach zu erreichen und perfekt in die Stadt eingefügt sind.

Es ist günstig gelegen, genau zwischen den beiden anderen wichtigen Städten Galiciens, und sehr gut mit ihnen verbunden: A Coruña im Norden und Vigo im Süden. Außerdem ist es mit dem Bus nur eine Stunde von einigen der besten Strände im Norden Spaniens entfernt. Auch die Verkehrsverbindung mit Nordportugal ist gut. Vor allem aber ist Santiago de Compostela kaum als Ziel für Sprachreisen bekannt. Es ist nicht, wie andere, traditionellere Sprachreiseziele, mit ausländischen Studenten überlaufen. Tatsächlich sind 85 % der Touristen, die die Stadt besuchen, Spanier.


Anreise nach Santiago de Compostela

Internationaler Flughafen, 9 km vom Stadtzentrum entfernt.

Mehrere Flüge täglich von und nach Madrid, Barcelona, Valencia, Bilbao, Málaga, Alicante (Iberia, Spanair, Vueling, Air Europa).

Internationaler Flughafen von Santiago de Compostela (SCQ): Flüge von/nach Santiago de Compostela:

 

Hier findest du aktualisierte Informationen über alle Verbindungen des Flughafens von Santiago: http://santiagoaeropuerto.com/destinos


Sehenswürdigkeiten

“Santiago de Compostela ist eines der unbestreitbarsten Weltkulturgüter der Menschheit. Diese Stadt vereint dankt ihrer monumentalen Integrität spezifische und universale Werte (...) in einer idealen Großstadt, die gleichzeitig Geschichte und Zeitlosigkeit verströmt. ”

Bericht von UNESCO-ICOMOS, 1984.

Wir wollen dich ja nicht langweilen, aber Santiago wurde vielfach ausgezeichnet, nicht nur für die Schätze, die es beherbergt, sondern auch für deren Erhaltung:

  • Weltkulturerbe der UNESCO.
  • Europäischer Preis für Stadtplanung.
  • Europa-Nostra-Preis. Für die Erhaltung des Kulturerbes im historischen Stadtkern.
  • Kulturstadt Europas 2000, zusammen mit Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Krakau, Helsinki, Prag und Reykjavik.

Wie du dir vorstellen kannst, können wir mit einer langen Listen an Sehenswürdigkeiten prahlen, an denen du dich erfreuen kannst, wenn du kommst, aber was uns am meisten gefällt, ist das Spazieren durch die gemütlichen Straßen der Stadt, sowohl am Tag als auch in der Nacht. An einem sonnigen Tag oder im Regen (hier sagen wir, dass der Regen in Santiago Kunst ist).

Der gesamte historische Kern ist Fußgängerzone und bewahrt noch seine mittelalterliche Struktur, mit engen Straßen (einige sind so eng, dass nur eine Person durchpasst) und Vordächern, die dich vor dem Regen schützen.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist sehr lang, wir bieten dir aber eine Auswahl, damit du dir eine Vorstellung von unserer Pracht an Kulturgütern machen kannst.

 

Die Kathedrale

Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist das herausragendste Werk der Romanik in Spanien. Und, wie du weißt, Ziel aller Jakobswege nach Santiago.

Ihre Hauptfassade befindet sich auf dem Platz Plaza del Obradoiro, auf dem du auch andere Baudenkmäler bewundern kannst, die zusammene eine außergewöhnliche und spektakuläre Einheit bilden. Wenn du das Innere der Kathedrale besuchst, halte eine Weile vor der Haupttor "Pórtico de la Gloria“ inne, einem beeindruckenden Werk romanischer Skulptur, das innerhalb von nur 20 Jahren vom Baumeister Maestro Mateo gestaltet wurde.

Wenn du die Kathedrale besuchst, musst du auch unbedingt ihre Dächer besichtigen. Von hier aus hast du einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, den du bestimmt fotografieren möchtest.

Und wenn du Gelegenheit dazu hast, wird es dir bestimmt auch gefallen, das riesige Weihrauchfass, den "Botafumeiro", in Aktion zu sehen. Außer am Karfreitag wird er normalerweise jeden Freitag um 19:30 Jh. Uhr eingesetzt.

Hostal de los Reyes Católicos

Das Hospital wurde im 16. Jh. auf Anordung der Katholischen Könige gegründet, um Kranke und Pilger zu versorgen, die in der Stadt ankamen. Heute ist es ein 5-Sterne-Hotel, das dem Unternehmen Paradores Nacionales gehört, bekannt für stilvolle Hotels mit historischer Bausubstanz.

Eine Kuriosität: an der beeindruckenden, plateresken Fassade kannst du verschiedene Wasserspeier mit fantasievollen Motiven erkennen ... außer einer, der eindeutig ein rausgestrecktes Gesäß ist. Man sagt, dass der Steinmetz nicht mit seinen Arbeitsbedingungen zufrieden war und beschloss, auf diese so einzigartige Weise zu protestieren.

 

Casa do Cabido

Das Haus ist ein Baudenkmal aus der barocken Epoche, aus der Mitte des 18. Jh. Seine Funktion, mit kaum 3 Metern Tiefe, war es, den wunderschönen Platz Plaza de las Platerías abzuschließen. Der Name des Platzes, "Silberwarenplatz", führt darauf zurück, dass hier, direkt an der Kathedrale, seit dem Mittelalter die Silberschmiede ihre Werkstätten einrichteten.

Pazo de Bendaña

Städtisches Herrenhaus aus der barocken Epoche, aus dem 18. Jh., gelegen im Platz Praza do Toural. Es lohnt sich, das Innere dieses Palastes zu besuchen und den Kamin und die aus Stein und Holz gebaute Haupttreppe zu besichtigen. Der Praza ist auch einer der vielen einladenden und belebten Plätze der Stadt.

Pazo de Fondevila

Palast aus der barocken Epoche, gelegen in der imposanten Straße Calle de las Casas Reais. Über diese Straße kommen die Pilger in die Stadt, die auf dem "Camino Francés", dem französichen Weg, kommen.

Kirche und Kloster San Domingos de Bonaval

Die Kirche, aus dem 14. Jh., enthält das "Panteón de Gallegos Ilustres", das Pantheon berühmter Galicier, gelegen in einer Seitenkapelle der Kirche, wo unter anderen die Lyrikerin Rosalía de Castro und der Schriftsteller Castelao ruhen. Die Kirche ist mit dem Kloster, aus dem 13. Jh., verbunden. Darin befindet sich das "Museo do Pobo Galego", das Museum des galicischen Volkes, in dem ethnografische Andenken von Galicien aufbewahrt werden. Du darfst auch nicht die spektakuläre, dreifache Wendeltreppe verpassen: jede einzelne Treppe führt, unabhängig von den anderen, zu je einem Stockwerk des Klosters.

Pazo de Xelmírez

Romanisches Gebäude aus dem 12. Jh., Residenz des Bischofs. Im zweiten Stockwerk kannst du eine mittelalterliche Küche und den Fest- und Speisesaal aus dem 13. Jh. bewundern.

Kloster und Kirche San Francisco

Das Kloster San Francisco de Valdediós wurde vom heiligen Franziskus von Assisi bei seinem Besuch in Santiago de Compostela im Jahr 1214 gegründet. Der heutige Tempel stammt aus dem 18. Jh.

Colegio de San Xerome

Gegründet im 16. Jh., war es eine Schule für arme Kinder und beherbergt gegenwärtig das Rektorat der Universität von Santiago de Compostela.

Pazo de Raxoi

Palast aus dem 18. Jh., der ursprünglich als Wohnheim für die Kinder des Domchors und des Priesterseminars diente. Jetzt ist es der Sitz des Rathauses der Stadt.

Colegio San Clemente de Pasantes

Schule, die im 17. Jh. gegründet wurde, um Theologie zu lehren. Jetzt ist es ein Gymnasium.

Parks und Gärten

Santiago ist eine Stadt aus Stein gefüllt mit einer Vielzahl an Parks und Gärten, von denen einige sehr alt sind, und in denen du dich erholen und die Natur genießen kannst. Bedenke nur einmal diesen Fakt: Santiago verfügt über mehr als anderthalb Millionen Quadratmeter an öffentlichen Grünflächen und hat aufgrund der Qualität dieser Landschaft und für die Umwelt verschiedene Auszeichnungen und weltweite Anerkennung erhalten.

Die Parks sind zahlreich und wunderschön, auf jeden Fall aber musst du die Einheiten besuchen, die einerseits von dem Alameda-Park (19. Jh), dem Eichenwald "Robledal de Santa Susana" und dem Universitätsgelände "Campus Universitario Sur" gebildet wird; und andererseits von dem Park von Santo Domingo de Bonaval und dem Belvís-Park. In allen gibt es interessante Monumente und Baudenkmäler.

 

Der Jakobsweg

Was ist der Jakobsweg?

Der Jakobsweg ist eine Strecke, die Pilger aus aller Welt ablaufen und die in der Stadt Santiago de Compostela endet.

Der Überlieferung nach liegen hier die Reste des Apostels Jakobus, der auf Spanisch Santiago heißt. Im Jahr 813 berichtete der Einsiedler Pelagius, er habe über dem Wald Libredón (wo jetzt die Stadt Santiago liegt) einen Stern gesehen, und teilte dies dem Bischof Theodomiro mit, dem Bischof von Iria Flavia. Danach fand man im Dickicht die alte Kapelle, wo es einen Friedhof aus Zeiten der Römer gab. Diese Nachricht verbreitete sich Ende des 9. Jh. über das gesamte christliche Europa und im 11. Jh. vermehrte sich der Pilgerstrom bereits beträchtlich, was zu einem fruchtbaren Kulturaustausch zwischen den europäischen Nationen führte.

Alfons II., König von Asturien, befahl die Errichtung einer Kirche an dem Ort, an dem der Legende nach die Reste des Apostels Jakobus ruhten. Ab dem 15. Jh. verwandelte sich diese Kirche in eine der wichtigsten Wallfahrtsstätten der Christenheit und rief so den Jakobsweg, den Pilgerweg nach Santiago de Compostela, ins Leben.

Die Gründe, diese Pilgerreise durchzuführen, sind unterschiedlich: eine sportliche Herausforderung, Suche nach dem Authentischen und nach sich selbst, Glaube, herrliche und vielfältige Landschaften, Genuss der Gastronomie, Abenteuerlust, Kennenlernen des außerordentlichen Architektur- und Kulturerbes, die Möglichkeit, mit Personen anderer Kulturen und Sprachen Kontakte zu knüpfen ... Jeder dieser Gründe verwandelt den Jakobsweg in eine aufregende und einzigartige Erfahrung.

Die wichtigsten Stränge des Jakobsweges

Obwohl es viele verschiedene Routen gibt, sind die wichtigsten die Folgenden:

  • "Camino Francés", der französische Weg, über Roncesvalles: Der Weg, der Saint-Jean-de-Pied-de-Port mit Santiago de Compostela verbindet, ist die wichtigste und beliebteste Achse für Wallfahrten zu Ehren des Heiligen Jakobus. Die Pilger wandern 774 Kilometer durch Spanien, bei durchschnittlich 20-25 Kilometern täglich. Man braucht ungefähr 30 Tage bis zum Ziel.
  • "Camino del Norte", der Weg des Nordens: Fast unmittelbar nach der Entdeckung des Grabes des Apostels Jakobus im 9. Jh. fingen Pilger an, die Wege durch Asturien und Galicien abzulaufen, um nach Santiago zu gelangen, denn die Hochebene im nördlichen Spanien (durch die später der "Camino Francés" verlaufen sollte) war noch von Muslimen besetzt.
  • "Camino Inglés", der englische Weg: Europäische Pilger, besonders Briten, reisten per Schiff an die galicische Küste und gingen in A Coruña oder Ferrol an Land, um nach Compostela zu pilgern.
  • "Vía de la Plata", die Silberstraße: Die "Vía de la Plata" ist der Jakobsweg mit dem längsten Verlauf. Sie ist eine Verlängerung der Römerstraße, die den westlichen Teil der Halbinsel von Süden nach Norden durchquerte, um die Städte Emerita Augusta (heute Mérida) und Asturica Augusta (heute Astorga) miteinander zu verbinden. Nach der Rückeroberung von Sevilla und Córdoba im 13. Jh. wurde diese Süd-Nord-Straße spontan von den Jakobspilgern aus Andalusien und Extremadura benutzt.
  • Weg nach Finisterre : Wie schon der Name sagt, ist der Zielort dieses Weges Finisterre (das ehemalige ‚Ende der Welt‘) und Santiago ist der Startpunkt. Die beeindruckende Landschaft der ehemaligen Grenzen der Welt und die "Costa de la Muerte", die Todesküste, sorgen für die große Beliebtheit dieses Weges.
  • "Camino Portugués", der portugiesische Weg:  Die Wegführung ist abhängig vom Startort innerhalb Portugals unterschiedlich. Der bekannteste Verlauf beginnt in Porto und erreicht die Grenze nach Spanien in Tui.
  • "Camino Primitivo", der primitive Weg: Die ersten Pilger – im 9. Jh. – kamen aus Oviedo. Diese Route wurde als sehr sicher angesehen, da sie von den Kämpfen mit den Muslimen weit entfernt war.

Gastronomie

Galicien ist in ganz Spanien aufgrund seiner Gastronomie berühmt, was auf die ausgezeichnete Qualität seiner Rohmaterialen zurückzuführen ist: Meeresfrüchte, Fische, Fleisch, Gemüse ... In Santiago kann man alle Arten von Delikatessen finden, die von den nahegelegenen Gemüsegärten und Häfen in die Stadt gebracht werden.

Das Angebot ist äußerst vielgestaltig und du kannst Alternativen für jeden Geldbeutel finden: auserwählte Restaurants, Gasthäuser, Meeresfrüchterestaurants, Weinstuben und traditionelle Kneipen. In diesen letzten kannst du auch die berühmten "Tapas" (Appetithäppchen, die die meisten Lokale gratis servieren) probieren, die es zu einem Getränk deiner Wahl gibt.

Außerdem ist Santiago, als Universitätsstadt, voll mit Restaurants, die preiswerte Tagesmenüs anbieten.

Um dich gleich von Anfang an in dieses Ambiente einzuleben, könntest du eine Runde durch die Markthalle Mercado de Abastos drehen, die in der Altstadt gelegen ist. So kannst du die Produkte der Gegend entdecken. Die Lebhaftigkeit und die festliche Stimmung des Marktes werden dir gefallen, und ringsherum befinden sich kleine Läden und reizende Restaurants.

Wenn du willst, kannst du auf dem Markt die Produkte kaufen, die dich am meisten verlocken, und gleich – für wenig Geld – von einem der Restaurants kochen lassen.

Denk auch daran, dass Donnerstage die wichtigsten Tage der Woche sind, weil die Bäuerinnen von der Umgebung ihre Produkte auf dem Markt direkt an die Kunden verkaufen.

 

Galicische Gerichte, die du auf jeden Fall probieren solltest:

Meeresfrüchte: ALLE! 🙂 : Kaisergranate, Langusten, Garnelen, Krabben, Messermuscheln, Austern, Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Venusmuscheln, Herzmuscheln, bunte Kammmuscheln, Seespinnen, Hummer, Taschenkrebse oder Samtkrebse werden gekocht, gegrillt oder mit Reis serviert. Uns Galiciern schmecken sie ohne Soße, damit nicht von dem Geschmack der ausgezeichneten Meeresfrüchte abgelenkt wird.

"Pulpo a la gallega", Tintenfisch auf galicische Art. Nichts ist typischer auf fast jedem Volksfest (obwohl Tintenfisch auch sehr lecker ist, wenn er gegrillt wird, das empfehlen wir dir!).

"Empanada". Die "Empanada" ist eine Teigpastete, die mit Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse gefüllt wird. Für einen Galicier ist die "Empanada" fast so was wie ein nationales Symbol, aber es gibt keine zwei Personen, die sie gleich zubereiten. Normalerweise wird die "Empanada" mit Weizenmehl zubereitet, aber wenn du die Gelegenheit hast, solltest du sie auch mit Maismehl propieren. Der kräftige Geschmack wird dich überraschen.

Caldo gallego. Die galicische Brühe ist ein großartiger erster Gang, wenn der Herbst kommt …

Fische: ALLE!, aber unsere Lieblingsfische sind: Steinbutt, Wolfsbarsch, Seezunge, Seeteufel und Sardinen, gegrillt, gebraten, im Eintopf ... Wie es dir gefällt!

Fleisch: unsere Spezialitäten sind das so geschätzte galicische Kalbs- und Schweinefleisch. Letzteres gibt es als Eisbein (“Lacón con grelos“, Eisbein mit Rübstiel, ein Gericht, nach dem wir verrückt sind), Paprikawurst, Schinken, Steak ... Im Winter empfehlen wir euch den galicischen Eintopf “Cocido gallego“, ein deftiges Gericht, das seinesgleichen sucht, und das mit allem Möglichen zubereitet wird: Kalb, Hähnchen, Schwein, Hülsenfrüchte, Gemüse, Kartoffeln ... Vielleicht wird es dich überraschen, dass wir in Galicien alle Teile vom Schwein nutzen: Ohr, Schwanz, Magen, Schnauze ... Eine Tapa, die dir vielleicht nicht unbedingt zusagt, ist “Oreja de cerdo“, Schweineohr ... superlecker!

Gemüse: Du musst auf jeden Fall die berühmten Paprikas “Pimientos de Padrón“ probieren. Ein Sprichwort sagt, dass "uns pican e outros, non" (einige brennen ... und andere nicht). Eine andere Delikatesse sind Grelos (Rübstiel), ein Gemüse, dass uns begeistert.

Desserts: Der typische Nachtisch unserer Stadt ist der Kuchen “Tarta de Santiago“ (mit gemahlener Mandel) mit dem Kreuz des Apostels darauf. Aber wir essen auch gern Käse als Nachtisch, oft zusammen mit Quittengelee. Zur Auswahl stehen viele Käsesorten: Arzúa-Ulloa, O Cebreiro, San Simón, spitz und geräuchert. Der beliebteste ist aber der Tetilla-Käse, der sehr cremig ist und einen milden Geschmack hat. Und außerdem solltest du auch folgende Desserts propieren: “Filloas“ (gefüllte oder nicht gefüllte Pfannkuchen), “Cañas fritas“, ein gefülltes Fettgebäck, “Chulas de calabaza“, eine Art Pfannkuchen mit Kürbis, und “Orejas“, “Ohren“, ein flaches Gebäck aus einem pfannkuchenähnlichen Teig.

Galicische Weine und Liköre: Die bekanntesten Sorten (und Weinbaugebiete) sind Ribeiro, Albariño, Rosal, Ribeira Sacra, Monterrei, Amandi, Mencía, Godello ... In Santiago gibt es verschiedene Weinlokale, in denen du an einer Verkostung teilnehmen kannst und wo man dir die Eigenschaften eines jeden Weines erklärt. Und die typischsten Liköre sind der Tresterbrand Orujo, der Kräuterlikör und der Kaffeelikör. Der Tresterbrand ist die Grundlage für die “Queimadas“, ein spezielles Getränk: der Tresterbrand wird mit Zucker, Orangen- oder Zitronenschalen und Kaffeebohnen flambiert ... während eine Beschwörung gegen böse Geister und Hexen vorgetragen wird!!

Feste und Veranstaltungen

Alle Galicier lieben Feste, auch die Leute von Santiago. Und wenn sie eine Ausrede fürs Essen und Trinken sind, lieben wir sie noch mehr.

Jedes Jahr feiern wir:

  • das Festival der Marionetten "Galicreques" :Puppenspieler aus verschiedenen Ländern zeigen ihre Inszenierungen: Shows für Kinder, Aufführungen unter freiem Himmel und nächtliche Vorstellungen.
  • das internationale Kurzfilm-Festival "CurtoCircuíto".
  • das Filmfestival Cineuropa: den ganzen November durch werden die besten Filme der Saison Revue passieren gelassen, von den Gewinnern der Filmfestspiele von Cannes, Berlin, Venedig oder San Sebastián, bis hin zu kleinen, alternativen Produktionen. Mit dabei: große Namen, neue Regisseure, Dokumentarfilme und die Vorführung von Kopien, die extra für dieses nicht wettbewerbsfähige Festival restauriert wurden.
  • den Wettbewerb "Santiago (é)Tapas": Gäste besuchen verschiedene Bars und Restaurants und kosten "Tapas": traditonelle oder kreative Appetithäppchen zu einem einmaligen Preis, um ihre beliebtesten Tapas zu wählen.
  • die Buchmesse: sie findet über eine Woche lang – zwischen Ende April und der ersten Maihälfte – auf der Promenade Paseo Central de la Alameda statt.

Um dich nicht zu langweilen, beschreiben wir dir hier die wichtigsten Feste. Es handelt sich nur um eine Auswahl, aber wir lieben diese Feste!

FEIER ZU EHREN DES APOSTELS JAKOBUS, "SANTIAGO"

Das sind die wichtigsten Feierlichkeiten der Stadt. Sie finden in der zweiten Julihälfte statt. Der 25. ist der wichtigste Tag in Galicien und daher ein Feiertag in der Autonomen Region. Die Feierlichkeiten dauern zwei Wochen lang und verbinden das religiöse und offizielle Fest mit volkstümlichen Unterhaltungen. Die gesamte Stadt verwandelt sich und an fast jeder Ecke findest du eine andere Unterhaltung: große Musikkonzerte auf den wichtigsten Straßen um die Kathedrale, kleinere Konzerte auf den kleinen Plätzen in der Altstadt, Zaubershows und Clowns, Jongleure ... Zwei Wochen lang ununterbrochener Spaß für jedes Publikum!

Der 24. und der 25. Juli sind die wichtigsten Tage. Am 24. gibt es abends ein beeindruckendes Feuerwerk zu Ehren des Apostels. Das pyrotechnische Spektakel konzentriert sich besonders auf die gotische Fassade der Kathedrale.

Am 25. kann man während der Messe den "Botafumeiro" in Aktion bewundern, ein außerordentliches, riesengroßes Weihrauchfass, wie es durch die Kathedrale geschwungen wird, seinen Duft verbreitet und mit einem mystischen Halo umhüllt wird.

In diesen vierzehn Tagen sind die kulturellen Aktivitäten besonders hochwertig und vielfältig. Die Musik aller Stilrichtungen, Tanz und Theater, Festzüge, Volksfeste ... Compostela ist voll davon. Das traditionelle Treffen der Musikkapellen von ganz Galicien und die Zurschaustellung von regionalen Trachten und Volkstänzen sind andere feste Veranstaltungen dieser Feierlichkeiten, die am 31. Juli mit einem weiteren beeindruckenden Feuerwerk enden.

Wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, wird das Heilige Compostelanische Jahr begangen. Das passiert im Zyklus, aller 6, 5, 6 und 11 Jahre. 1993, 1999, 2004 und 2010 waren Heilige Jahre; das nächste ist 2021.

FEST CHRISTI HIMMELFAHRT

Im Mai, 6 Wochen nach Ostern, wird das Fest eine volle Woche lang in der ganzen Stadt gefeiert. Es ist, nach dem Fest zu Ehren des heiligen Jakobus im Juli, das wichtigste Fest.

Zusätzlich zu den kulturellen Aktivitäten (Konzerte, Theater, Festzüge, usw.), findet der eigentümlichste und wichtigste Viehmarkt des Jahres statt. Während der Festlichkeiten ist es typisch, eine Portion "Pulpo á feira", Tintenfisch auf galicische Art, an einem im Eichenwald Santa Susana aufgebauten Stand der "Pulpeiras", also von Tintenfischköchinnen, zu essen. Dort gibt es auch Fahrgeschäfte und andere Imbiss-Stände.

FESTE IM STADTTEIL SAN PEDRO

Der Stadtteil San Pedro ist aufgrund seines Gemeinschaftsgefühls eins der besonderen Viertel der Stadt. Seit 2004 arbeitet eine Gruppe Personen daran, die traditionellen Feste des Stadtteils – aktualisiert – wieder ins Leben zu rufen. Gleichzeitig blühte auch das Viertel auf, mit hübschen Läden und neuen Geschäften, die von jungen Leuten betrieben werden, die den Stadtteil in Schwung gebracht haben, während trotzdem die Essenz der Vergangenheit beibehalten wurde. Aus allen diesen Gründen empfehlen wir dir, einen Spaziergang durch dieses Viertel zu machen, mit oder ohne Fest.

  • Fest des Stadtteils San Pedro

Das Fest des Stadtteils San Pedro wird Ende Juni abgehalten. Dieses Fest ist – aufgrund der Art, wie traditionelle Feierlichkeiten mit zeitgenössischen Elementen, wie der neueste Musik, mit klassischen Formaten, wie der Wallfahrt, fusioniert werden – eine Referenz in Galicien, auch wegen seiner Ausrichtung auf alle Altersgruppen, mit einem kulturellen und festlichen Angebot, das für die Nachbarschaft gemacht ist.

"NOCHE DE SAN JUAN", DIE JOHANNISNACHT (23. JUNI)

Am 23. Juni, zur Sommersonnenwende, findet die magische Johannisnacht statt, ein sehr altes Fest, mit dem in allen Kulturen der Beginn des Sommers gefeiert wird, diesen Augenblick mit dem mittäglichen Höchststand der Sonne, dem längsten Tag des Jahres.

Die Stadt ist in dieser Nacht voller Lagerfeuer, über die die Bewohner springen, um böse Geister und Hexen (die auf Galicisch "Meigas" heißen) zu verscheuchen. Die am besten besuchten Johannisfeuer sind die der Altstadt.

In dieser Nacht werden unter freiem Himmel Sardinen gebraten. Dazu gibt es Rotwein und "Empanadas" (gefüllte Teigpasteten). Und natürlich auch viel Musik, besonders traditionelle Musik.

Der reinigende Ritus der Lagerfeuer wird mit einem anderen Brauch vervollständigt: mit magischen Pflanzen, die die ganze Nacht über in Wasser liegen gelassen werden, um sich am Morgen damit zu waschen. Aus diesem Grund riecht der Markt "Mercado de Abastos" am Morgen des 23. Juni nach Wildblumen (Rosmarin, Minze, Kamille, Rosen ...), die nur an diesem Tag als Gebinde verkauft werden.

 

Nachtleben

Der Rhythmus der Stadt wird von den Universitätsstudenten bestimmt, und von dem Kommen und Gehen der Pilger und der Touristen, die uns besuchen. Aus diesem Grund schläft die Stadt fast nie und es ist einfach, zu fast jeder Tages- oder Nachtzeit einen Ort zu finden, wo man sich mit Freunden treffen kann.

Das kulturelle Angebot ist anhaltend und sehr vielfältig: Ausstellungen von Gemälden und Skulpturen, Konzerte verschiedener Musikrichtungen, Aufführungen auf der Straße, Film- und Theaterreihen, geführte Besuche von Museen und Gärten, Kunstgewerbeausstellungen...

Ein Spaziergang durch die Stadt ist zu jeder Uhrzeit sicher; außerdem ist alles zu Fuß erreichbar und man braucht kein Auto.

Nachtspaziergang durch die Altstadt

Das ist unsere Lieblingsempfehlung! Die besondere, gemütliche Atmosphäre in den engen Straßen, die vielen Baudenkmäler, die Musiker auf der Straße und die entspannte Stimmung werden dich berühren.

Außerdem bietet die Altstadt zahlreiche wunderschöne Lokale, in denen du einen Kaffee oder etwas anderes trinken kannst. In einigen gibt es auch Live-Musik. Im Sommer gibt es auf fast jedem Platz Performances unter freiem Himmel, die unzählige Zuschauer anlocken.

Ausgehen

Einen Wein trinken gehen: zwischen 20:30 und 22:00 Uhr ist die Zeit für die Weinlokale, die in dieser Zeitspanne jeden Tag der Woche sehr belebt sind. In den meisten dieser Lokale werden die Weine mit einer "Tapa" serviert, die in Santiago, nicht wie in anderen Städten, gratis sind.

Zu Abend essen: Wenn du informell zu Abend essen möchtest, kannst du zu einem Wein eine "Ración", also eine Portion, bestellen. Die typischsten Portionen sind Kalamare, Tintenfisch, Tortilla (die spanische Variante des Omeletts), Paprika aus Padrón ... Normalerweise teilt man sich diese Portionen und es ist üblich, sie mit der Gabel direkt von der Platte zu essen.

Wenn du eher auf ein formelles Abendessen Lust hast, dann ist ab 22:00 Uhr eine gute Zeit. Die meisten Restaurants nehmen Reservierungen bis 22:30 oder sogar 23:00 Uhr an.

Etwas trinken gehen: Eine gute Zeit, um etwas trinken zu gehen, ist ab 23:00 Uhr und dauert bis 3:30 Uhr, wenn die ersten Lokale schließen.

Wenn du aber noch weiterhin Lust auf Party hast, dann ist das kein Problem: die Diskotheken sind ab 1:00 Uhr nachts bis mehr oder weniger 5:00 oder 6:00 Uhr geöffnet. Um diese Uhrzeit – um die Nacht auf spanische Art und Weise zu beenden – kannst du auch gleich eine heiße Schokolade mit Churros, ein frittiertes Spritzgebäck, frühstücken, um dann ins Bett zu gehen.

Da Santiago eine kleine Stadt ist, ist die Stimmung in den meisten Lokalen heterogen. Und es gibt auch spezifische Lokale für lateinamerikanische Rhythmen (Guayaba), andere für nicht mehr ganz so junge Leute (La Carrilana, Makumba...), viele ‚gay friendly‘ Lokale (Forum, Bolengo...), Lokale für Leute, die Folk lieben (Casa das Crechas, Tarasca...), Diskotheken (Ruta, Sónar)...


Shopping

FÜR DEN GAUMEN

Sowohl auf dem Markt "Mercado de Abastos" als auch in den historischen Straßen und in "Ensanche" gibt es reichlich Geschäfte mit gastronomischen Produkten zum Kosten und Mitnehmen.

Wir empfehlen dir Schnäpse und Weine, die schon in Geschenkboxen angeboten werden. Wurstwaren, Konserven und einige Käsesorten halten sich gut und können einfach eingepackt werden.

Der Kuchen "Tarta de Santiago" und die Süßwaren, die die Nonnen verschiedener Klöster von Santiago anfertigen, sind auch gute Ideen zum Mitnehmen. Die Benediktinerinnen von San Paio backen Mandelgebäck, Teegebäck, Madeleines und "Tartas de Santiago". Die Dominikanerinnen von Belvís haben sich auf weihnachtliche Süßwaren spezialisiert, die sie auf Bestellung herstellen (Schmalzgebäck und Mandelgebäck), den Rest des Jahres machen sie leckere Kekse.

 

GALICISCHE HANDWERKSKUNST

Silber und Gagat: wie du weißt, heißt einer der Plätze neben der Kathedrale "Plaza de las Platerías", Silberwarenplatz, denn die Silberschmiede richteten hier seit dem Mittelalter ihre Werkstätten ein. Es gibt viele Geschäfte in der Altstadt, in denen du diese Kunstwerke aus Silber bewundern kannst, die mit Gold, Korallen, Gagat und Halbedelsteinen kombiniert werden. Es gibt Anhänger, Ohrringe, Broschen... in Form von Jakobsmuscheln, Feigenhände (zur Faust geschlossene Hände, die als Amulett dienen), keltische Wendelringe...

Sargadelos-Keramik: Geschirr und Schmuck, die kultige und beliebte Motive nachahmen: Vasen, Tee- und Kaffeeservices, Kästchen, kleine Skulpturen oder historische Persönlichkeiten Galiciens.

Klöppelspitzen aus Camariñas: Der Ursprung der Klöppelspitzen aus Camariñas (einem Fischerdorf, das an der Costa da Morte liegt) geht auf die Einführung von flämischer Spitze Ende des 14. Jh. zurück. Von da an gehört das Klöppeln zu den Traditionen der Frauen der Ría. Diese Handwerkskunst ist aufgrund ihrer Qualität und wirtschaftlichen Bedeutung sehr geschätzt. Seit dem 15. Jh. gab es kein elegantes Kleid, das nicht mit einer Klöppelspitze aus Camariñas geschmückt war. Heutzutage findet man die Spitze an Kleidungsstücken, Tischwäsche, Bettwäsche, Babykleidung ...

Außerdem gibt es auch Geschäfte, die mit natürlichen Stoffe wie Leinen, Seide, usw. arbeiten. Und Läden für Lederwaren, Steingut, Trachten und vieles mehr.

 

MODE

Außerdem ist Galicien, wie du bereits weißt, eine der Regionen, in denen spanische Mode kreiert  und in die ganze Welt exportiert wird. Firmenmarken wie Adolfo Domínguez, Zara, Roberto Verino, Florentino, Purificación García haben Geschäfte in Santiago.


Fotos cedidas de santiagoturismo.com

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